MFH

Swinging Corners by Gut Lewitz

Das architektonische Konzept

 

Bei der Entwicklung des Gebäudeensembles "Swinging Corners" standen zum einen die städtebauliche Vorgabe, geschwungene Formen aufzugreifen und zum anderen unser Anspruch, Wohnräume mit klaren Strukturen zu entwickeln, im Mittelpunkt. Jede Wohnung soll zudem über eine nutzbare Fläche im Freien verfügen, die so angeordnet ist, dass die Privatsphäre der jeweiligen Wohneinheiten gewahrt bleibt.

 

Auf Basis dieser auf den ersten Blick nur schwer zu vereinbarenden Vorgaben, schufen 1100 Architekten Riehm + Piscuskas BDA ein architektonisches Konzept für drei Mehrfamilienhäuser, die zwar die gleichen konstruktiven Rahmen (Außenwände, Treppenhäuser, etc.) haben, jedoch von Geschoss zu Geschoss deutlich unterschiedliche Grundrisse aufweisen. Die gewinkelten Formen der Außenfassade werden von geschossweise unterschiedlich schwingenden Bändern, die sich aus den Balkonen ergeben, eingefasst. Unterschiedlich angeordnete Loggien an den geschwungenen Balkonflächen erzeugen zusätzliche Volumeneinschnitte, welche die Gesamtkomposition verstärken.

 

Jede Wohnung verfügt über eine in den Wonbereich (Essen/Küche/Wohnen) einbezogene Loggia mit bodentiefen Fenstern, die den Übergang von innen nach außen fließend erscheinen lässt und für Helligkeit sowie ein großzügiges Raumgefühl sorgt. In den Obergeschossen sind alle Balkone mit geschlossenen Geländern ausgestattet, die zum einen als Sichtschutz und zum anderen als formgebende Elemente fungieren.

 

Im Erdgeschoss sind großzügige Terrassenflächen angeordnet und teilweise durch Hecken eingefasst. Durch das besondere architektonische Konzept "Swinging Corners" sind die Loggien der jeweiligen Geschosse so angeordnet, dass ein direkter Blickkontakt z. B. zwischen zwei Terrassen oder Balkonen des gleichen Gebäudes erschwert ist und somit die geforderte Privatsphäre jeder Wohnung garantiert ist. 

 

Die Wohnungen

Die drei Mehrfamilienhäuser werden auf einer gemeinsamen Tiefgarage erstellt, von der die Treppenhäuser aller drei Gebäude erreicht werden können. Durch die Gebäudestellung wird eine nach Osten orientierte Hoffläche geschaffen, die der barrierefreien Erschließung der drei Mehrfamilienhäuser sowie deren Nebengebäuden dient und als zusammenhängende Gartenanlage gestaltet wird.

 

Im Bauteil II wrude die barrierefreie Erreichbarkeit der Wohnungen und entsprechender Räume gemäß Hessischer Bauordnung für die gesamte Wohnanlage zusammenhängend nachgewiesen. In der Tiefgarage wurden vier behindertengerechte Parkplätze in direkter Nähe zu Bauteil III geplant.

 

Das Grundstück des Gebäudeensembles wird zu den öffentlich angrenzenden Straßen und Gehwegen durch eine Sockelmauer, mit Zaun und Hecke abgegrenzt. Entlang der Südgrenze wird der Einblick und das Betreten des Grundstücks ausschließlich mittels Pflanzung aus heimischen Sträuchern verhindert. Die Begehbarkeit der direkten Fenstervorflächen wird durch eine bodenbedeckende Bepflanzung als Abstandshalter erschwert und die Wohnungen im Erdgeschoss so zusätzlich vor Einblicken abgeschirmt.

 

Der Hofbereich und die angrenzenden Rasenflächen sind für gemeinschaftliche Nutzung als Spielplatz, Grillplatz, Liegewiese etc. vorgesehen.

 

Besonderheiten auf einen Blick

- Fußbodenheizung

- Loggiebereich mit bodentiefen Fenstern

- Echtholzparket

- Energie-Effizienz KfW 55 (EnEV 2014)

- EDV-, Telefon- und Antennenanschlüsse in jedem Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer

- Gemeinschaftliche SAT-Anlage

Prospekt